Bedeutet "hirntot" wirklich tot?

von / THQ

Bedeutet "hirntot" wirklich tot? Bedeutet "hirntot" wirklich tot?: Beim Evangelischen Kirchentag haben drei Mütter scharfe Kritik an der Organentnahme bei so genannten Hirntoten geübt. Sie hatten jeweils der Organspende bei ihren Söhnen zugestimmt. Einhellig widersprachen sie der Ansicht, dass "Hirntote", bei denen keine Gehirnströme mehr gemessen werden können, tatsächlich bereits tot sind. Kein Arzt könne mit Sicherheit Schmerzempfinden ausschließen. Dennoch würde der Körper ohne Narkose aufgeschnitten und Knochen aufgesägt. Eine Mutter warf Transplantationsmedizinern vor, die Schocksituation von Angehörigen auszunutzen, um eine Zustimmung zur Entnahme zu erreichen.

Eine weitere Mutter, deren 15-jähriger Sohn schwer verunglückt war, kritisierte, dass es ab einem gewissen Punkt nicht mehr um die Pflege des Sterbenden, sondern um die Aufrechterhaltung seiner Körperfunktionen zur Vorbereitung einer Organentnahme gegangen sei: "Man hinderte ihn am Sterben, da nur die Übertragung von lebenden Organen den erhofften Erfolg für andere bringt."
Die dritte Mutter sagte, sie habe erst im Nachhinein begriffen, dass ein Hirntoter ein noch lebender Mensch sei. Sie kritisierte: "Durch die Organentnahme habe ich meinem Sohn in den letzten Stunden seines Lebens nicht zur Seite stehen können. Welche Mutter würde ihr Kind im Krankheitsfall verlassen?" Heute sei sie der Überzeugung, dass Organtransplantation ein Irrweg sei. ärzte sollten ihren Sachverstand in andere Heilungswege investieren.

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