Baptistenjugend lobt die "Volxbibel"

von / THQ

Im Gemeindejugendwerk (GJW) des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) steht man dem Versuch, durch eine neue Übertragung der Bibel neue Leser zu erreichen, grundsätzlich positiv gegenüber. Der Gründer der "Jesus Freaks", Martin Dreyer (Hamburg), hat das Neue Testament zusammen mit jungen Leuten, Theologen und Pädagogen in die Sprache Jugendlicher übertragen. So wird in der Volxbibel aus dem Sünder ein "Dreckskerl" (Lukas 5,8) und aus der Auferstehung ein "fettes Comeback" (Überschrift zu Matthäus 28). Diese Formulierungen in dem Buch, das Mitte Dezember 2005 in dem von der Stiftung Christlicher Medien (Witten) eigens gegründeten Volxbibel-Verlag erschienen ist, sind bei einigen Evangelikalen auf heftige Kritik gestoßen.

Hingegen ist GJW-Jugendpastor Christoph Haus (Elstal) begeistert vom "interaktiven Charakter" der Volxbibel. Leser können an kommenden Auflagen mitwirken: "Vielleicht enthält dann die Volxbibel auch etwas mehr wirkliche Alltagssprache und nicht nur eine wiederkehrende Sammlung von Redensarten einer bestimmten Ziel- und Altersgruppe, die morgen schon wieder völlig out sein kann." Auf ihn wirke die Sprachwahl der ersten Ausgabe "etwas anbiedernd". Da die Volxbibel aber nicht den Anspruch erhebe, eine möglichst genaue wörtliche Übersetzung der Heiligen Schrift zu sein, sei die Verwendung einer Alltagssprache grundsätzlich legitim. Allerdings halte er die Wortwahl im Einzelnen für etwas geschmacklos und inhaltlich nicht zutreffend.

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