Ausstellung über Elisabeth von Thüringen

Die evangelischen Kirchen in Hessen haben eine Ausstellung zum 800. Geburtsjahr der Landgräfin Elisabeth von Thüringen (1207-1231) in Wiesbaden eröffnet.

von / THQ

Die Tochter des ungarischen Königs Andreas II. gilt wegen ihres Engagements für Arme und Kranke in ihrem kurzen Leben als bedeutendste Frauengestalt des Mittelalters. In Marburg gründete sie ein Hospital. Der Direktor der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, Bernd Heidenreich, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung, Elisabeth von Thüringen werde als Sinnbild für Aufopferung und Barmherzigkeit verehrt. Sie sei eine "Revolutionärin der Nächstenliebe". Heidenreich appellierte an die Gäste: "Schöpfen wir aus den Werten, die das christliche Europa über zwei Jahrtausende geprägt haben."

Der Altbischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Christian Zippert (Marburg), nannte Elisabeth ein Vorbild für das Motto, das er den Aktivitäten des Jubiläumsjahrs wünsche: "Liebe wecken." Die Ausstellung wird bundesweit an über 100 Orten gezeigt. Die Kirchen haben eine Multimedia-CD-ROM und ein Begleitbuch zur Ausstellung herausgegeben. Sie informieren außerdem auf der Internetseite www.800-jahreelisabeth.de. Im Herbst wird Elisabeth von Thüringen mit einer Sonderbriefmarke geehrt. Die Deutsche Bundesbank gibt eine Gedenkmünze heraus.

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