"Arbeitskreis für Migration und Integration"

Der "Arbeitskreis für Ausländer" (AfA) der Deutschen Evangelischen Allianz hat sich umbenannt.

von / THQ

Künftig wird er unter dem Namen "Arbeitskreis für Migration und Integration" (AMIN) tätig sein.

Der Vorsitzende Bernd G. Klose begründete die änderung mit der veränderten Zielgruppe der AMIN. Fast jeder Fünfte in Deutschland habe einen Migrationshintergrund. Mehr als die Hälfte dieser Migranten (Einwanderer) besitzen einen deutschen Pass und gelten damit offiziell nicht als "Ausländer" und möchten oft auch nicht als solche bezeichnet werden.

Der Arbeitskreis ist aus der Arbeit der 1975 ins Leben gerufenen "Arbeitsgemeinschaft für Ausländermission" hervorgegangen. Sie wurde mit dem Ziel gegründet, Ausländer in Deutschland missionarisch und diakonisch zu erreichen. Die Gründung sei eine Antwort von Christen auf die wachsende Zahl ausländischer Arbeitnehmer gewesen, die in den sechziger und siebziger Jahren eingewandert sind, so Klose. Die Gastarbeiter kamen vor allem aus den Mittelmeerländern. Aber auch Flüchtlinge und Aussiedler aus der ehemali-gen Sowjetunion ließen sich nieder. Ihnen gastfreundlich zu begegnen, bei der Integration zu helfen und die christliche Botschaft zu verkünden, sei von Beginn an Ziel gewesen. 1995 wurde der Name in "Arbeitsgemeinschaft für Ausländer" geändert. Vor fünf Jahren wurde aus der Arbeitsgemeinschaft der Arbeitskreis der Deutschen Evangelischen Allianz. Heute gehören ihm 29 Werke sowie 14 Ortsgruppen an.

Unter der Internetadresse www.nur-fuer-auslaender.de bietet AMIN Informationen in über 100 Sprachen von Afrikaans bis Zulu an. Das Internetangebot bündelt christliches Material für fremdsprachige Mitbürger wie Bibeln, Literatur, Kassetten, Videos sowie Verweise auf Radio- und Fernsehprogramme. Zugleich bieten die Internetseiten eine Informationsplattform für Deutsche, die unter Ausländern arbeiten. Ferner wird der vom Missionswerk "Campus für Christus" (Gießen) verbreitete Jesus-Film angeboten, den es in über 900 Sprachen gibt. 2003 hat der Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit dem Evangeliums-Rundfunk (ERF) in Wetzlar das Lukas-Evangelium in acht Sprachen unter dem Titel "Hoffnung zum Leben" herausgebracht. In zweiter Auflage ist das Buch beim Evangelischen Ausländerdienst erschienen.

Auf 512 Seiten werden darin die 24 Kapitel des Lukas-Evangeliums in Arabisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Kroatisch, Persisch, Russisch und Türkisch sowie Lebenszeugnisse und Medienhinweise wiedergegeben. AMIN und ERF produzieren fremdsprachige Radiosendungen und Telefonandachten in 19 Sprachen. Die Telefonandachten "Gedanken zum Tag" können unter der Nummer 06441-95755500 abgerufen werden. Pro Monat nehmen rund 4000 Anrufer diesen Service in Anspruch. Klose und der Leiter der Abteilung Internationale Projekte des ERF, Dr. Thorsten Grahn, kündigten an, dass der ERF ab Mai regelmäßig in der wöchentlichen Radiosendereihe "Miteinander" über die AMIN-Arbeit berichten wird.

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