Adoption statt Abtreibung

Angesichts von mehr als 130 000 gemeldeten Abtreibungen pro Jahr braucht Deutschland eine neue Debatte über Adoptionen.

von / THQ

Das hat die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann auf einer Veranstaltung zum Thema "Ist Kinderkriegen Glaubenssache?" gefordert. Frauen, die ungewollt schwanger würden, sollten zu der Einsicht gelangen: "Gut, ich bekomme das Kind und gebe es zur Adoption frei." Die Bischöfin wandte sich zugleich gegen ein Abtreibungsverbot: "Dann fänden Abtreibungen eben in den dunklen Bereichen der Gesellschaft statt."

Die Konstanzer Psychologin Prof. Gisela Trommsdorff sagte, Religion gebe jungen Paaren die Sicherheit und das Vertrauen in die Zukunft, das sie zum Gründen einer Familie benötigten. Studien hätten ergeben, dass besonders Muslime und Hindus, aber auch christliche Pietisten deutlich mehr Kinder bekämen als der Durchschnitt der Frauen. Diese religiösen Gruppen sähen Kinder als "Freude, Erfüllung und Aufgabe" an.

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