von Simona Doettling Korps Wuppertal

21. Mai

Be-GEIST-ert - Jesus gibt sein Leben

Jesus Christus, der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, dass er uns errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters. Galater 1,4

An dieser Stelle grüßt Paulus die Gemeinde der Galater. Er grüßt sie mit dem, der ihn dazu bewegt hat, diesen Brief zu schreiben. Er grüßt sie mit dem lebendigen Gott.

Und in diesem Gruß hebt er das hervor, was ihm ganz besonders wichtig ist. Was er der Gemeinde von Anfang an mitgeben will. Er grüßt sie mit der Gnade und dem Frieden des Vaters, aber auch mit Jesus, der für die Gemeinde – aber auch für uns - alles gegeben hat.

Doch wie kommt Paulus darauf, dass Jesus sein Leben für die Gemeinde gegeben hat?

Paulus kannte die Geschichte Israels.

Er wusste, dass Gott die Menschen gemacht hatte. Er wusste, dass die Menschen die tiefe Gemeinschaft mit Gott vermasselt hatten. Er wusste, dass es durch diese Trennung für uns Menschen unmöglich wurde, diese Gemeinschaft wieder herzustellen.

Er wusste aber auch, dass Gott einen Plan hatte. Und er wusste, dass dieser Plan dazu führen sollte, dass diese Gemeinschaft wieder hergestellt werden konnte.

Doch wie sollte das aussehen?

Paulus verstand, dass es Jesus brauchte. Er verstand, dass Jesus, der Sohn Gottes ist. Er verstand, dass Jesus auf seine göttlichen Rechte verzichtete und Mensch wurde.

Er hat von Augenzeugen gehört, wie Jesus als Mensch gelebt hat. – Welche Wunder er getan hat. Und wie Jesus als einziger Mensch ohne Sünde war.

Er hat gehört, was Jesus gelehrt hat. – Wie er zur Umkehr aufrief.

Bei Jesus hat Wort und Tat zusammengepasst. Er hat von der Liebe gesprochen, die die Feinde liebt. Und Paulus hat verstanden, dass Jesus aus Liebe am Kreuz sein Leben gab. Jesus gab sein Leben. Und das faszinierendste: Nicht nur für seine Freunde. Auch für seine Feinde, die ihn hingerichtet haben. Jesus betete noch am Kreuz für die Menschen, die ihn hingerichtet haben. Jesus wollte, dass ihnen vergeben wird.

Jesus hatte es nicht verdient zu sterben. Und trotzdem hat er sein Leben hergegeben. – Aus Liebe zu den Menschen, die bei ihm waren. Aber auch aus Liebe zu den Menschen, die es noch nicht verstanden hatten.

Paulus hat gehört und erlebt, wie dieser Jesus auch auferstanden ist und lebt. Jesus hat den Tod besiegt.

Haben wir schon verstanden, dass Jesus auch für uns sein Leben gegeben hat? Haben wir schon verstanden, dass wir dadurch wieder Gemeinschaft mit Gott haben können? Haben wir schon verstanden, wie sehr uns Gott liebt?

Ich wünsche uns, dass wir dankbar für diese Liebe werden.

Dass uns diese Liebe be-GEIST-ert und wir andere damit anstecken.

 

Simona Döttling

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