von Kommunikation & Fundraising THQ

140 Jahre „SVW“!

Wie fing die SVW überhaupt an? – William Booth, der Gründer der Heilsarmee, hielt wieder einmal eine flammende Rede und rief seine betuchten Zuhörer auf, einen Scheck auszufüllen und den Betrag einzutragen, den sie für die Mission der Heilsarmee im Ausland geben wollten. Ein junger Offizier, Carleton, begleitete den General, und als er sah, dass die anderen größere Beträge aufschrieben, wollte auch er etwas geben. Aber sein Gehalt war minimal und so schrieb er auf seinen Zettel: „Ich verzichte ab jetzt auf meinen Nachtisch und spende das eingesparte Geld.“ Sein Verzicht hat Booth gerührt, wusste er doch, dass die Speisekarte des Offiziers sowieso nicht üppig war. Nein, meinte er, Carleton soll nicht für immer auf seinen Nachtisch verzichten müssen. Wie wäre es, wenn die ganze Heilsarmee eine Woche lang auf Nachtisch, Kaffee oder sonstiges Entbehrliche verzichten würde und das eingesparte Geld dann für die Mission gäbe?

Und so kam die Gebets- und Selbstverleugnungswoche zustande. Das Heilsarmee-Ehepaar Schaaff kam 1886 nach Deutschland und bereits zwei Jahre später fand in den sieben kleinen Heilsarmeekorps die erste Selbstverleugnungswoche statt. Dabei lag das Hauptaugenmerk nicht auf dem Geldsammeln, sondern auf der Bereitschaft der eigenen Leute, auf etwas zu verzichten. Wenn ein Ziel wichtig genug ist, kann man immer auf etwas verzichten, meinte man. Und was war wichtiger als das Heil der Welt?

Jakob Junker, ein Heilsarmeeoffizier der ersten Stunde, hatte auf seine erste Sammelkarte zur SVW geschrieben: „Ich gebe mich selbst.“ Und das tat er auch. Das beträchtliche Vermögen, das der Junggeselle Junker vor seinem Eintritt in den Offiziersdienst erworben hatte, vermachte er vollständig der Heilsarmee.

Und heute? Die Gebets- und Selbstverleugnungswochen sind in der Passionszeit eine gute Gelegenheit das eigene Leben zu überprüfen. Gehen wir verantwortlich mit unseren Resorsen um? Können wir auf etwas verzichten, um andere zu unterstützen? Mancher mag sagen was kann mein Betrag schon bewirken? Aber wenn wir dieses Jahr wirklich auf etwas verzichten, dann ist der erste Schritt getan. Machen Sie mit?

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