von Alfred Preuß Korps Solingen

125 Jahre Korps Solingen!

Da kann man nur Staunen!

Jubiläum in Solingen: Da kann man nur Staunen!

Das Korps Solingen hatte zum Feiern eingeladen, und 80 Gäste waren gekommen. Majorin Fernanda van Houdt ging in ihrer Begrüßung auf den Sonntag „Kantate“ ein. Das Singen in der Bibel war oft Gebet und Anbetung Gottes. Ein Jubiläum, besonders im Korps Solingen, lädt zum Singen und Musizieren ein: Das Lied der Dankbarkeit! Das Lied von Gottes Treue! Das Lied der Hoffnung! Die Majorin schloss ihre Ausführungen mit den Worten aus Psalm 40,4: „Der Herr hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unseren Gott. Das werden viele sehen und auf den Herrn hoffen!“

Nun folgte ein legerer Nachmittag mit einigen Beiträgen, aber auch mit Kaffee und Kuchen und viel Zeit zu Gesprächen und Begegnungen. Bilder aus alten und neuen Zeiten weckten manche Erinnerungen. Dass Musik und Gesang immer ein Markenzeichen des Korps war, zeigte sich in der Schlussszene der TV-Serie „Lindenstraße“. Da spielte die Solinger Brassband die Lindenstraße-Titelmelodie. Es gab viele Gelegenheiten, Menschen nicht nur durch die gute Musik zu erfreuen, sondern auch mit dem Evangelium zu erreichen. Brunhilde Kiegel brachte die Gäste zum Staunen, als sie aus der Zahl 125 mathematisch die Worte schuf: „Eröffnung des Korps Solingen in der Florastraße 86 durch Kapitän August Prange vor 125 Jahren“. Heinrich Schmidt hatte die Jahreslosung 2026 vertont und übte den Kanon mit den Gästen ein: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ Während und nach dem Abendessen gab es wieder reichlich Zeit zum Austausch, Grüßen und so mancher Umarmung, hatte man sich doch lange nicht gesehen. Mit der Einladung zum Festgottesdienst ging ein fröhlich, besinnlicher Nachmittag zu Ende.

Zum Festgottesdienst am Sonntag füllte sich der Saal an der Florastraße schnell, Offiziere, die ehemals die Leitung der Heilsarmee in Solingen innehatten, waren genauso gekommen wie Heilssoldaten, die verzogen waren und gerne an alte Zeiten in Solingen anknüpfen wollten. Die ältesten Besucher waren mit 97 Jahren Christel Fritz und mit 89 Jahren Kurt Behrendt. Natürlich waren auch die jetzigen Mitglieder des Korps und viele Freunde und Ehrenamtliche gekommen. Als besondere Gäste wurde die ehrenamtliche Bürgermeisterin Frau Ioanna Zacharaki, Frau Dr. Ulricke Spengler-Reffgen von der ACK und Pfarrer Thomas Schorsch für die Evangelische Allianz begrüßt. In ihren Grußworten brachten sie große Wertschätzung für die Heilsarmee zum Ausdruck, verbunden mit einem herzlichen Dank für alles Engagement für die Bevölkerung in Solingen.

Der Chefsekretär der Heilsarmee in Deutschland, Oberstleutnant Achim Janowski sprach in seiner Predigt über einen Text aus dem Buch Josua 4,1–9, in dem es um den Durchzug der Israeliten durch den Jordan und zwölf Gedenksteine geht. Er führte aus: „Wir brauchen diese Gedenksteine, um uns an die Wunder Gottes zu erinnern. Wir müssen in die Vergangenheit blicken und immer wieder erzählen, was Gott dafür getan hat, um den Glauben von Generation zu Generation weiterzugeben, um mit Gott in Beziehung zu leben, der durch Jesus Christus einen Bund mit uns geschlossen hat. Alles, was Gott in den 125 Jahren in Solingen getan hat, muss uns in Erinnerung bleiben und muss uns immer wieder zum Staunen bringen. Die Gefahr besteht, dass uns alles zur Gewohnheit wird und wir nicht mehr aus dem lebendigen Glauben leben. Erinnerung bewahren. Glauben weitergeben. Mut zur Zukunft. Gott ist nicht nur der Gott der Vergangenheit. Er ist der Gott der Zukunft. Wir schauen zurück – und sehen Gottes Treue. Wir schauen nach vorne – und erwarten Gottes Handeln.“

Musik und Gesang, Ausschnitte von den Texten :

Da kann man nur staunen! Staunen! Wir sind nicht allein. Gott will bei uns Menschen sein. Da kann man nur staunen! Staunen! Gott zeigt sein Gesicht. Und Dunkelheit verwandelt sich in Licht.

In der „Prélude on Anástasis“ heißt es: „Ich denk zurück an Golgatha. Wo Jesus Blut und Leben gab. Seh Seine Wunden durch die Hand. Mein Retter dort, am Kreuzesstamm. O preist den Namen von Gott dem Herrn. O preist den Namen ewiglich. Für alle Zeit singen wir zu Dir Oh Herr, oh Herr, mein Gott.“

Mit dem Segenslied, „Geh unter der Gnade“ ging der Festgottesdienst zu Ende.

125 Jahre Heilsarmee Korps Solingen: Wir blicken dankbar zurück, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Gott war und bleibt treu, darum blicken wir zuversichtlich in die Zukunft.

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