04. April
„Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und sichert es, so gut ihr könnt. Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.“
Nach der Kreuzigung von Jesus Christus wollten seine Gegner jede Möglichkeit ausschließen, dass etwas Ungewöhnliches geschieht. Deshalb baten sie Pontius Pilatus um eine Grabwache.
Das Grab wurde bewacht, versiegelt und gesichert.
Im römischen Reich war ein solches Siegel keine Kleinigkeit. Ein offizielles Siegel bedeutete die Autorität Roms. Wer es brach, stellte sich gegen die Macht des Imperiums und riskierte schwerste Strafe. Zusätzlich standen Soldaten Wache. Ein Grab unter römischer Bewachung war aus menschlicher Sicht endgültig verschlossen.
Alles schien entschieden.
Der Stein vor dem Grab.
Das Siegel Roms.
Die Soldaten davor.
Doch genau hier beginnt Gottes Antwort.
Kein Stein konnte den Sohn Gottes festhalten.
Kein Siegel konnte Gottes Macht begrenzen.
Keine Wache konnte verhindern, was Gott beschlossen hatte.
Der Vater rief seinen Sohn aus dem Tod.
Der Tod meinte, er hätte gesiegt. Doch am dritten Tag hat Gott gezeigt: Der Tod hat ausgespielt.
Jesus Christus blieb nicht im Grab. Gott hat ihn auferweckt. Das Grab, das man so sorgfältig verschlossen hatte, wurde zum Zeugnis eines gewaltigen Triumphs.
Nicht der Tod hat das letzte Wort.
Das Leben hat das letzte Wort.
Darum ist Ostern mehr als eine Erinnerung. Es ist eine Botschaft für dich und mich: Der Tod ist besiegt. Schuld ist nicht das Ende. Hoffnung ist stärker als Verzweiflung.
Wenn Gott seinen Sohn aus dem Grab gerufen hat, dann bedeutet das:
Wer sich an Jesus hält, gehört nicht mehr dem Tod, sondern dem Leben.
Darum lade ich dich heute ein:
Vertraue diesem auferstandenen Herrn.
Glaube an den, den Gott aus den Toten gerufen hat.
Komm zu ihm mit deinem Leben, deiner Schuld, deiner Hoffnung.
Denn der, den kein Grab halten konnte, lebt – und er ruft auch dich ins Leben.
Der Tod hat ausgespielt.
Jesus Christus lebt.
Und in ihm triumphiert das Leben.
Claudia Klingbeil